Vorzeitiges Ende in San Jose: Vincenzo Gualtieris großer Traum lebt trotz Rückschlag weiter

Vincenzo Gualtieri: „Das Ziel bleibt das gleiche: Ich will ein zweites Mal Weltmeister werden“

San Jose/Berlin, 26. Mai 2026 – Vincenzo Gualtieris Traum vom direkten Weg zurück in einen Weltmeisterschaftskampf hat am Freitagabend in Kalifornien einen schmerzhaften Dämpfer erhalten. Im IBF-Final-Eliminator des Mittelgewichts gegen den ungeschlagenen US-Amerikaner Amari Jones musste sich der ehemalige Weltmeister in der dritten Runde durch TKO geschlagen geben.
 
Dabei begann der Kampf aus deutscher Sicht durchaus vielversprechend. Gualtieri präsentierte sich im SAP Center in San Jose hochkonzentriert, beweglich und fand gut in das Duell gegen den Hoffnungsträger aus den USA. In der Anfangsphase setzte der Deutsche die klareren Akzente und zeigte, warum er auf diesem Niveau seit Jahren konkurrenzfähig ist.
 
Doch Boxen kann sich in Sekunden drehen. Ein perfekt platzierter Uppercut von Jones veränderte den Kampfverlauf abrupt. Gualtieri musste zu Boden, der US-Amerikaner setzte clever nach und schickte den Deutschen ein weiteres Mal auf die Bretter, woraufhin der Ringrichter den Kampf in Runde drei abbrach.
 
„Ich war hochmotiviert und sehr gut vorbereitet. Ich habe sehr gut angefangen. Seine Schläge waren nicht hart, aber der erste Aufwärtshaken ist perfekt durchgekommen und hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärte Gualtieri nach dem Kampf. „Natürlich ist die Enttäuschung groß. Trotz der Niederlage bleibt das Ziel das gleiche: Ich will ein zweites Mal Weltmeister werden.“
 
Auch AGON-Sports-Promoter Ingo Volckmann sah bis zur entscheidenden Szene einen starken Auftritt seines Schützlings: „Vincenzo war sehr entspannt vor dem Kampf und hat einen guten Eindruck gemacht. Im Kampf war er gut drauf, hat sich gut bewegt und hatte nach meinem Empfinden zu Beginn die klareren Treffer. Leider hat er dann einen Volltreffer kassiert und war ein bisschen angeknockt, woraufhin Jones echt clever nachgesetzt hat.“
 
Auch wenn das Ergebnis schmerzt, ändert die Niederlage nichts an Gualtieris sportlicher Qualität und seinem Ehrgeiz. Der frühere Weltmeister hat in seiner Karriere bereits bewiesen, dass er Rückschläge wegstecken und stärker zurückkommen kann. Der Weg zurück an die Spitze ist nach dieser Niederlage sicher steiniger geworden, beendet ist er jedoch keineswegs.
 
Denn eines machte Gualtieri unmittelbar nach dem Kampf unmissverständlich klar: Sein Traum vom zweiten Weltmeistertitel lebt weiter.

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